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Weder Nogo noch Allzweckwaffe – Pure Storage rät zu differenziertem Blick auf Public Cloud

In den vergangenen Jahren hat die Nutzung der öffentlichen Cloud in vielen Branchen zugenommen. Die Forderung nach einfacherer Speicherung und das enorme Datenwachstum haben den unaufhaltsamen Trend in Richtung Public Cloud befeuert. „Cloud-first“ ist zum beliebten strategischen Stichwort für Führungskräfte avanciert. Nach Meinung von Pure Storage bedarf es aber dennoch grundlegender Aufklärung bei vielen Unternehmen um zu verstehen, was das wirklich – in der Praxis – bedeutet.

Die Darstellung, dass die Cloud und herkömmliche Speicherung etwas völlig Gegensätzliches sind und miteinander im Wettbewerb stehen, ist vereinfacht – zu einfach. Innerhalb der heutigen IT-Landschaft gibt es mehr Möglichkeiten als nur die alleinige Wahl zwischen öffentlicher Cloud und herkömmlichem Vor-Ort-Betrieb. Stichworte wie Multi-Cloud und Hybrid-Cloud machen schon länger die Runde. Auch bei Software-as-a-Service (SaaS) gibt es enorme Zuwachsraten und die private Cloud befindet sich ebenso im Aufwind.

Betrachtet man die aktuellen IT-Strategien, stellt Pure Storage fest:

  • Organisationen, die nicht die öffentliche Cloud in irgendeiner Form verwenden, gibt es kaum noch.
  • Die öffentliche Cloud ist Teil einer Strategie, aber sie ist nicht die Strategie*.

Eine strategische Infrastrukturplanung ist der Schlüssel zur Optimierung für die neue Realität des digitalen Geschäfts – und das bedeutet in den meisten Fällen, eine Hybrid-Cloud zu entwickeln und umzusetzen.

„Heute generieren große Marken wie Nike, die bisher noch nie als Technologieunternehmen angesehen wurden, mehr Daten als High-Tech-Unternehmen vor einem Jahrzehnt. Fahrzeughersteller wie Daimler und Tesla statten Autos mit Hunderten von Sensoren aus, die ständig wichtige Leistungsdaten an die Firmendatenbanken liefern“, erklärt Markus Grau,Principal Systems Engineer bei Pure Storage. „90 Prozent aller jemals erzeugten Daten wurden in den letzten fünf Jahren generiert. Analysten prognostizieren, dass wir bis 2025 jährlich 180 Zettabyte – oder 180 Billionen Gigabyte – Daten erzeugen werden*.“

Um von diesen Daten profitieren zu können, das Innovationstempo aufrechtzuerhalten und die betriebliche Effizienz zu verbessern, müssen Unternehmen in höchstem Maße analytisch und strategisch vorgehen. Sie müssen vor allem die Entscheidung treffen, welche Workloads und Anwendungen wo betrieben werden sollen.

Analytik und Business Intelligence sind im Jahr 2017 zwei der Schwerpunktbereiche für CIOs. Um beides effektiv nutzen zu können, müssen IT-Profis die Stärken und Grenzen verschiedener Infrastrukturoptionen verstehen. So gelingt es ihnen, die optimale Hybridumgebung für ihre geschäftlichen Anforderungen zu schaffen.

Die Public Cloud hat den Standard für eine einfache IT revolutioniert. Diese ist einfacher zu verwalten und der Kunde muss keinen Zeit- und Arbeitsaufwand für Technologie-Upgrades aufbringen. Ein solches Nutzungsmodell ist attraktiv für Unternehmen, deren Investitionsausgaben begrenzt sind. Es bietet die nötige Flexibilität, um je nach schwankender Nachfrage schnell nach oben oder unten zu skalieren. Eine Kraftfahrtversicherungsfirma beispielsweise benötigt mehr Infrastruktur in Betrieb, wenn mehr Kunden auf den Straßen unterwegs sind. Um im Zeitraum von Tagen oder Stunden nach oben und unten zu skalieren, ist eine agile Lösung erforderlich.

Ein anderes Thema ist nach Meinung von Pure Storage die langfristige Skalierung. Da die Datenanforderungen eines Unternehmens steigen, wachsen auch die Kosten für die öffentliche Cloud – exponentiell. Heute gibt es eine ganze Branche, die sich um das Public-Cloud-Kostenmanagement kümmert. Viele CIOs berichten direkt an den CFO – und Kostensicherheit steht hoch im Kurs. Ein unvorhersehbarer Betriebsaufwand ist beim Aufbau eines digitalen Unternehmens alles andere als hilfreich.

Aufgrund all ihrer Agilität und Einfachheit bietet die Public Cloud oft Einbußen in Sachen Performance und Zuverlässigkeit im Vergleich zu den besten Vor-Ort-Lösungen. Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit sind jedoch Kernthemen jeder Cloud-Strategie. Heute müssen sich CIOs den Auswirkungen von Ausfällen auf Endbenutzer und Kunden viel bewusster sein. In der öffentlichen Cloud treten immer wieder einmal störende Ausfälle auf. Bei AWS ist dies kürzlich erst passiert. Für unternehmenskritische Geschäftsabläufe, wie etwa Hochleistungsanalytik, ist eine hybride Umgebung besser geeignet.

Ebenfalls ein wichtiges Thema ist Compliance. In hochgradig regulierten Branchen wie dem Gesundheitswesen und bei Regierungsbehörden sind die Datensouveränität und das direkte Eingreifen bei Ausfällen unerlässliche Voraussetzungen für viele Workloads. CIOs müssen die Compliance-Strategie in einer Welt berücksichtigen, in der sich die Datensouveränität und die Vorschriften schnell ändern. Angesichts global bedeutender Ereignisse wie dem Brexit müssen die CIOs sicherstellen, dass ihre Cloud-Strategien stets mit den internationalen Vorschriften und Anforderungen übereinstimmen.

„Intelligent operierende, erfolgreiche Unternehmen nutzen die jeweils optimalen Ressourcen zur Lösung von Kundenproblemen. Unternehmen brauchen heute die IT mehr denn je“, so Markus Grau. „Damit sie für sie arbeitet und ihre hoch qualifizierten Mitarbeiter unterstützt, um die Innovation voranzutreiben, statt eine zunehmend komplexe Infrastruktur zu verwalten.“